Kurzgeschichten

„Virtuelle Systeme Vorlesungen sind langweilig“ oder anders „Wie leidet eigentlich der Weihnachtsmann unter der Wirtschaftskriese?“

Heute war die Vorlesung wieder so „spannend“! Man wusste gar nicht wohin mit all seiner Aufmerksamkeit. Also beschloß ich mal wieder was für den vernachlässigten Blog zu schreiben und bat meine Kommilitonin zu meiner Rechten mir 6 Wörter aufzuschreiben, die ich in eine Kurzgeschichte verbaue.“Renntier, Horst, Spargeltarzan, Yogaübung, Weihnachtsmann und Frittenfett“

Es geschah an einem dunklen Wintermorgen irgendwo auf Grönland. Man konnte spüren das irgendwas faul war im Staate Dänemark, die Frage war nur was. Schließlich weckte ein riesiges Getöse und lauter Tohuwabohu aus dem Renntierstall den Weihnachtsmann. „Kelle Gewerrer, was da hey lus?“ raunte der Weihnachtsmann miesgrämig in einem fiesen hessischen Dorfdialekt, ehe er sich im Bett aufrichtete und in Richtung des Fenster schielte. „Verdameleite Gäule, die rauben einem auch den letzten Schlaf.“ murrte er und erhob sich langsam aus seinem Bett, welches mit weiß roter Herzchenbettwäsche bezogen war. „Kitschiger und Vorurteilshafter gehts ja gar nicht…“,  murrte unser Bärtiger Freund “ kommt halt morgen wieder die Samtbettwäsche mit Rentiermuster drauf.“.

Nun stand er da, wie Gott ihn schuf. Nein…. streichen wir das. Nun stand er da, wie Bier und Fritten ihn formten. Nackt, dynamisch und mit einem ausdefinierten Körper einer Gazelle oder wie sich dieses Tier mit dem Rüssel nannte. Es war jedenfalls ein Anblick für die Götter, uns hingegen würde sich sicher die Netzhaut wegbrennen, denn wer will sich schon einen alten dicken Mann angucken… nackt und mit Bierplautze!

Urplötzlich schnippte er mit dem Finger und sprach „Da war doch was! Irgendwas war da doch…“ und fuhr sich anschließend durch seinen langen, gekräuselten, grauen Bart. Wie vom Blitzgetroffen ging ihm ein Gedanke durch den Kopf den nur Franz Beckenbauer besser formulieren konnte  „Jamei, iss denn heute schon Weihnachten?“.  Der Weihnachtsmann hatte Weihnachten vergessen!

Wie von einer Tarantel gebissen eilte er zum Schrank und zog sich schnell sein Weihnachtsmannoutfit über: rote Lederjacke mit schwarzer Unterbuchse und roter Ledermaske. Bei einem letzten prüfenden Blick in den Spiegel fiel ihm schließlich auf, dass er sich im Kostüm geirrt hatte und die Weihnachtsmannswingerclub Sachen übergezogen hatte. Nicht das unser Weihnachtsmann in den Swingerclub gehen würde, er hat sie nur für die „Yogaübungen“, die er einmal die Woche besucht um sich auf einer spirituellen Ebene des Wohlbefindens wiederzufinden. Nachdem er den Fehler behoben hatte und die richtigen Sachen anhatte, eilte er schließlich zum Renntierstall.

Liebe Kinder, die ihr Euch nun fragt warum der Weihnachtsmann zu seinem Renntierstall eilt, obwohl er ja eigentlich zum Rentierstall laufen müsste, denen sei gesagt: Auch der Weihnachtsmann leidet unter der Wirtschaftskriese. Er hatte sich verspekuliert. Er investierte in eine Schneefabrik in Kolumbien. Dummerweise investierte er in den falschen „Schnee“, nämlich auf den für ihn bekannten auf Wasserbasis und der ist in der Wirtschaftskriese nicht gefragt. Daraufhin musste er seine sprechenden und fliegenden Rentiere an zwielichtige Organisationen verkaufen, die man eigentlich in James Bond Filmen vermuten würde. Aber er hatte keine Wahl und jene Ogranisationen zahlen gut! Auch wenn diese nun versuchen werden die Welt mit fliegenden Rentieren zu erobern und zu erpressen.

Zurück zu den Renntieren! Die Renntiere waren ganz normale Pferde. Gut so normal waren sie auch nicht, denn sie haben Bärte! Wiso sie Bärte haben? Das wollte die Weihnachtsmanngewerkschaft so! Jedenfalls, was den Weihnachtsmann noch mehr ärgerte war die Flugunfähigkeit. So musste der Weihnachtsmann nämlich den Shuttelservice vom Mann im Mond in Anspruch nehmen, da er sonst nicht den Ozean überqueren könne. Gut er hatte noch andere Möglichkeiten, aber im Gegensatz zum Baron von Münchhausen, der immer Economy Class auf der Kanonenkugel fliegt, hatte der Weihnachtsmann gewisse Luxusansprüche. Welche aber auch wieder verpufften, wenn er mit einer Leiter auf die Hausdächer klettern musste, da Pferde ja bekanntlich immernoch nicht fliegen können.

Dieses Weihnachten geschah allerdings etwas, was dem Weihnachtsmann noch nie geschehen ist. Er steckte in einem Kamin am Eingang fest. Gut, das kann mal passieren, wird sich der eine oder andere nun denken, aber der hat die Ausmaße nicht bedacht! Nicht nur das die Feuerwehr kommen musste um ihn zu befreien, es kam auch noch die Polizei und sämtliche Nachrichtensender, denn wer hat schonmal den Weihnachtsmann gesehen, geschweige denn interviewt? Ich jedenfalls nicht!

Die Bild Zeitung reagierte sofort mit folgender Eilmeldung „Haus leidet unter Darmverschluß, Bild sprach zuerst mit dem Weihnachtsmann“.

Der Abendhimmel war vollkommen erhellt von allem Blaulicht und einiger Lichtsäulen, die auf den Weihnachtsmann gerichtet waren. Jetzt wusste er wie sich Hollywoodgrößen auf dem roten Teppich im Scheinwerferlicht fühlten. Doch für ihn war es unangenehm und bei seiner Wampe war auch sein Anzug nicht gleich denen der Hollywoodgrößen, sondern ähnelte eher dem roten Teppich an sich. „Wär ich doch mal lieber ein Spargeltarzan und würde bei „Germany sucht das Topmodel“ mitmachen, dann würde ich hier den Kamin nur so runter saußen, aber nein, ich muss ja lieber Fritten essen und mit dem Frittenfett anschließend gurgeln.“, dachte sich der Weihnachtsmann.“Potzblitz, das ist es!“ rief er laut „Bringt mir Frittenfett und reibt mich ein! Dann Flutsche ich hier nur so raus, wie 2 nackte weibliche Ölcatcherinnen!“

Gesagt getan, der Weihnachtsmann konnte endlich befreit werden und dem kleinen Horst sein Geschenk überreichen.

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kurz nebenbei getippt

Auge um Auge und Zahn um Zahn sagt man bekanntlich und so war mir auch zumute. Ich blickte ihm gegenüber tief in die Augen und ich hatte nur den einen Gedanken. „Dich Vollpfosten mache ich heute noch platt!“

Wie in einem schlechten Western schloß ich die Augen auf kurz vor Ladenschluss, stellte mich etwas breit beiniger und knurrte vor mich hin. Schließlich endete das Knurren in einem „in dieser Stadt ist nicht genug Platz für uns beide!“

Erwartungsvoll aber doch abwartend schaute mich der Mann gegenueber an. Etwas explosives lag in der Luft, daß konnte man regelrecht spüren. „Ich oder er?“, war die Frage die sich jetzt noch stellte und wer wird wohl den Mut haben den ersten Schritt zu machen?

„Reiß dich zusammen, Peter!“ raunte meine innere Stimme durch den Kopf. „Wer zulang drüber nachdenkt verliert“. so wusste ich das ich sofort handeln musste um meinen Vorteil nicht zu verspielen.

Ich ballte energisch meine nach unten herabhängenden Fäuste und deutete rasant von der geballten Faust zu einem Revolver um. Während ich schussbereit den Revolver empor zog, ging hinter mir quietschend eine Tür auf und ich versuchte noch meine Handbewegun durch ein durch die Haare Streifen zu vertuschen.

„Ey Keule, wo bleibst du denn? Wir dachten schon du hättest dich im Klo herunter gespült.“ fragte Paule. Erschrocken blickte ich vom Spiegel zum Waschbecken und sagte schlicht „Läuft“, stellte das Wasser an und fuhr fort „ein alter Mann ist schliesslich kein D-Zug!“ Man konnte das Unverstaendnis von Paule regelrecht sehen „Alleachtung und sowas von nem 25 jährigen.“

So schnell wie er gekommen war, war er schließlich auch wieder weg und ich konnte in aller Ruhe die Hände waschen und blickte nochmal abschließend in den Spiegel. „Aber beim naechsten mal Gnade dir Gott!“

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Das Grab

Ich habe mal wieder einen kleinen Text geschrieben. Ich lag mit langweile im Bett und griff nur kurz zum iPad um mal ein bissel was drauf los zu tippen. Es ist heute was kurzes und trauriges geworden und nix dolles. Ich hab einfach ohne groß zu überlegen einfach drauf los geschrieben.

Das Grab

Es ist ein dunkler regnerischer Herbsttag. Die Wolken hängen tief und Regentropfen fallen in einem dichten Gedränge vom Himmel herab. Es ist, als ob Engel an diesem Tag um jemanden weinen würden.

Aber es sind nicht nur Engel die an diesem Tag weinen. Nein, es ist auch ein junger Mann, der regungslos wie eine der vielen Friedhofsstatuen vor einem der Gräber steht und starr hinab blickt. Seine Tränen gleiten wie auf einer Rutschbahn seine Gesichtszüge  entlang ehe sie sich schließlich mit dem Regen vereinen.

Es ist das Grab einer jungen Frau, seiner großen Liebe.

Für die meisten ist die Liebe das größte Geschenk welches man erhalten kann, für ihn jedoch ist dieses Gefühl wie ein Fluch. Seine Liebe war jedoch wie eine zweiseitige Klinge, die ihm immer tiefer in das eigene Fleisch schnitt. Denn in seinem Fall beruhte die Liebe auf Einseitigkeit. Einer Leidenschaft welche die junge Frau nicht erwiderte.

Er wusste von ihrer Abneigung ihm gegenüber, aber wollte sie nicht wahr haben.  So wurde jeder noch so kleine Funke von Hoffnung  zu einer lodernden Glut, die ihm Hoffnung schenkte. Er konnte und wollte die junge Dame nicht aufgeben, egal wie respektlos sie ihn behandelt hatte.

Der junge Mann war ihr in solchen Situationen nicht einmal sauer, vielmehr verfluchte er sich und seine Gefühle, dass er für so jemanden überhaupt etwas empfinden könnte. Wenige Augenblicke später war seine Sehnsucht allerdings erneut so groß das sie sämtliche Wunden heilte und ihn alles zu vergessen schienen lies.

Doch das Schicksal schien sie eingeholt zu haben. Sie wurde überraschend aus dem Leben gerissen und lies ihn in seiner Einsamkeit zurück. So steht er nun Tag für Tag an ihrem Grab auf der Suche nach seinem inneren Frieden.

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